Geschichte

Das Logo des MC-Hall mit dem Schwäbisch Haller Stadtwappen
Das Logo des MC-Hall mit dem Schwäbisch Haller Stadtwappen

Ende der Sechziger Anfang der Siebziger war es nicht einfach, Motorrad zu fahren.

Zwar gab es Unmengen von Gebrauchmotorräder aus den Fünfzigern wie NSU, DKW, BMW, Ardie, Horex, Triumph, Maico, Adler u.s.w, welche auch mit einem kleineren Budget erschwinglich waren, doch die Ersatzteil-Beschaffung gestaltete sich äußerst schwierig, da die meisten Händler auf Mopeds, Rasenmäher oder Autos umgestellt hatten.

War eine Ersatzteilquelle gefunden, kaufte man auf Verdacht noch einige Teile für die Kumpels.
Um ein neues Motorrad zu bekommen (Honda, Suzuki, Yamaha, MZ oder auch BMW), mußte man oft viele Kilometer fahren.
Angesichts dieser Problematik lag es nahe, daß sich Gleichgesinnte zu einem Verein zusammenschlossen.

In unserem Fall waren es Gerald Faul, Werner Seidl, Wolfgang Barth, Martin Möhrle, Rainer Lindner, Wolfgang Withoff und Gerhard Munz welche im Dezember 1973 als Gründungsmitglieder die Satzung unterschrieben haben und ins Vereinsregister eingetragen wurden.

 

Haalplatz Zeiten
Haalplatz Zeiten

Von nun an tagte der Club regelmäßig im Jugendzentrum Forum, bei schönem Wetter auch am Haalplatz auf der Mauer und -falls genügend Kohle vorhanden war - (Anfang des Monats), sei auch das Gasthaus Dorle erwähnt.

Etwas locker gestaltete Zusammenkünfte mit waghalsigen Rennen rund ums Lagerfeuer bedurften eines Ausflugs zu geeigneten Lokalitäten in die umliegenden Botanik, z.B. die Geyersburg, der Canyon oberhalb von Tullau und man hatte da in der Regel auch keinen Ärger mit der Polizei.

Zum Stuifen und nach Rosenberg (See) war es ratsam, einen Schnarchbeutel mitzuführen, da die Rückfahrt sonst bei nahezu ausgeschalteter Reaktionsfähigkeit erfolgt hätte.

 

Altes Clubhaus
Altes Clubhaus

Der Hintergedanke bei der Legalisierung der Vereinigung war, eine bessere Position bei der Forderung nach einem eigenen Vereinsheim der Stadt gegenüber zu beziehen.

Die Rechnung ging auf, und bald konnte sich der Club in der ehemaligen Kantine der Firma Gips- Probst hinter dem Bahnhof in Hessental einen Clubraum, Büro und eine Werkstatt einrichten.

Von nun an war dort mehrmals in der Woche der Bär los und die Mitgliederzahl stieg schnell auf ca. 140.

In dieser Zeit fand jedes Jahr ein Internationales Motorradtreffen statt, beteiligten sich Mitglieder an verschiedenen Rennen im Gelände und auf Straßen und Pisten.

Es wurden aber auch Geschicklichkeitfahrten mit dem ADAC und Erste Hilfe Kurse mit dem Roten Kreuz veranstaltet, um die Unfall- und Verletzungsgefahr zu senken.

 

 

Gut gemeintes Angebot.....
Gut gemeintes Angebot.....

Das Aus für dieses Clubhaus (Abriß) kam 1979 und bedeutete einen herben Rückschlag für die Verwirklichung der Satzungsgemäßen Ziele der munteren gemeinnützigen Vereinigung. Ein Alternativangebot der Stadt (Barackenbau einige hundert Meter Luftlinie entfernt) erwies sich wegen den geforderten sanitären Anlagen als undurchführbar.

.....aber letztendlich nicht verwirklicht. Gleich nebenan befindet sich heute das Haller "Rotlichtmilieu"
.....aber letztendlich nicht verwirklicht. Gleich nebenan befindet sich heute das Haller "Rotlichtmilieu"

Der Club stand wieder auf der Straße, die Mitgliederzahl sank auf unter 60.

 

Das neue Objekt unserer Begierde befand sich wieder unterhalb des Einkorns - ein anmutig verbautes wilhelminisches Streckenpostengebäude der Bundesbahn mit Scheune und Gleisanbindung zum damaligen Camp Dolan (US-Stützpunkt).

Endlich - Das neue Clubhaus
Endlich - Das neue Clubhaus

Die Stadt als Eigentümer konnte sich zunächst nicht dazu entschließen, unserem Begehren nach diesem Domizil nachzukommen.

Durch beharrliches Werben vor allem durch die Mitglieder Möhrle und Zott, unterstützt durch eine handgeschriebene Zusage des damaligen OB Binder in einem besonders zugänglichen Moment  (an welchen er sich schon am nächsten Morgen nicht mehr zu entsinnen vermochte), gelang es einer diplomatischen Gesandtschaft dennoch, die Begeisterung der Stadtoberen für unser Ansinnen zu erwecken.

Einige Monate später zog der Motorradclub in den ehemaligen Bahnposten ein - sehr zum Leidwesen der örtlichen Gastronomie.

Seither praktizieren die Kradritter, zwar im kleineren Rahmen aber Dank fruchtbarer Mitglieder nun mit Nachwuchs, ein durchaus vorzeigbares Vereinsleben und knüpfen  weiterhin Freundschaften mit anderen Vereinen und Clubs.

 

 

Letztendlich:


Diese Zusammenstellung entbehrt naturgemäß der Vollständigkeit.


Vorschläge und Korrekturen bitte unter Kontakt niederschreiben oder an: info@motorradclub-sha.de schreiben


Der Pressewart wurde maßgeblich unterstützt von

Werner Seidl, Martin Möhrle und Gerhard Munz.

Typo von Volker R. Zeh


 

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Aktualisiert am 21.06.2017